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Löwen feiern 1. Sieg der Vereinsgeschichte

Mit der Schluss-Sirene ist es erst einmal völlig still in der Coburger Halle. Dann schauen die Spieler der Basketball Löwen erst noch mal vorsichtig auf die Anzeigetafel, wo in großen Buchstaben „HEIM 76“ und „GAST 77“ steht. Dann erst kommt die Freude durch und es wird wieder richtig laut in der Halle. Schließlich feiern die Basketballer nicht alleine, sondern mit über 50 mitgereisten Fans. Diese hatten bereits das ganze Spiel über mit hohem Einsatz ihre Löwen angefeuert und vermutlich ein Wechselbad der Gefühle erlebt. 

Gerade das erste Viertel sah gar nicht gut für die Erfurter aus, die Hausherren starteten deutlich besser ins Spiel und führten nach zehn Minuten mit 13 Punkten. Doch der zweite Abschnitt gehörte eindeutig den Mannen um Robert Franklin, der heute zur Bestform auflief. Über 37 Minuten stand der „Basketball-Opa“ aus Philadelphia auf dem Feld und holte die meisten Punkte (24) und die meisten Rebounds der Partie (15). Dabei leistete er sich kaum Fehler, sondern traf neun aus zwölf Würfen aus dem Feld, sowie fünf aus sechs Freiwürfe. Trotzdem lagen die Thüringer zur Halbzeit noch mit vier Punkten zurück. Im dritten Viertel knüpften die Gäste jedoch an der guten Leistung an und gingen mit vier Punkten in Führung. Insgesamt wirkten die Löwen viel eingespielter und defensiv wacher als noch vor einer Woche. Auch die Guards David Taylor, Oliver Pahnke und Max Kuhle zeigten sich aktiv und attackierten immer wieder erfolgreich die gegnerische Verteidigung. Und gerade Kuhle profitierte oftmals vom guten Zusammenspiel und trug 19 Punkte zum Sieg seiner Mannschaft bei.

Eine Schrecksekunde erlebte Center Tobias Bode, der bei einer Verteidigungsaktion nicht nur recht überraschend ein Foul bekam, sondern durch den Ellenbogen des Gegenspielers auch noch einen schmerzhaften Schlag ins Gesicht kassierte. Doch die Puffbohne zeigte echte Nehmerqualitäten und kam nach wenigen Minuten wieder zurück aufs Feld und spielte die Partie zu Ende. 

Als die Löwen im Laufe des letzten Viertels schrittweise weiter davon zogen, stieg die Freude bei den Fans umso mehr und die jungen Spieler gewannen an Selbstbewusstsein. Mit Janó Lange wusste auch der jüngste Spieler des Teams zu überzeugen. Der 17-Jährige stand 13 Minuten auf dem Feld und agierte auch im letzten Viertel bereits sehr abgebrüht. Doch als bei etwas mehr als zwei Minuten die Thüringer mit acht Punkten führten, führte ein technischer Fehler leider zum Absturz der Software und damit zu einer längeren Spielunterbrechung. In den anschließenden Minuten Wartezeit fingen die jungen Löwen offensichtlich an, etwas nervös zu werden und verloren den bis dato guten Rhythmus. Dies nutzten die Hausherren geschickt aus und holten in der Crunchtime Punkt für Punkt auf. Doch die beiden Routiniers Robert Franklin und David Taylor zeigten sich nervenstark, verwandelten jeweils zwei Freiwürfe und sicherten somit den historischen 1. Sieg in der Vereinsgeschichte. 

Trainer Florian Gut zeigte sich dementsprechend erfreut: „Meine Spieler haben sich mit der heutigen Leistung für die harte Arbeit der letzten Wochen belohnt. Gerade der Einsatzwille unserer Leistungsträger war wirklich vorbildlich, auch die Bereitschaft körperlich einzustecken und trotzdem weiter zu spielen. Hierfür geht mein besonderer Dank an Tobias Bode und Robert Franklin – das ist alles andere als selbstverständlich und zeigt ihre hohe Identifikation mit der Mannschaft. Ganz großartig waren heute zudem erneut unsere Fans, die uns seit Wochen in allen Bereichen sehr unterstützen und eine unglaublich positive Atmosphäre schaffen.“

Nähere Statistiken zum Spiel finden Sie wie gewohnt auf der Homepage der BARMER 2. Basketball Bundesliga  

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